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SZ München Nr. 148/2004
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Hunde sind die besseren Therapeuten:
Wie sich die Thyssen-Henne Familie und die Münchner Polizei gemeinsam um Gewaltopfer kümmern
Aller guten Dinge sind bekanntlich drei. CSU-Stadträtin Evelyne Menges jedenfalls spannte drei ihrer Ehrenämter zusammen und ermöglichte so knapp 30 Münchner Jugendlichen, die Opfer von Gewalt geworden waren, einen Besuch auf dem Hundehof von "Charty-Lady" Renate Thyssen-Henne in Rottenbuch im Pfaffenwinkel. Die jugendlichen Gewaltopfer machten auf dem Weg nach Brixen in Südtirol auf dem herrlich gelegenen "Sonnenhof", dem Domizil des im Jahr 2000 gegründeten Vereins "SOS PROJECTS für Mensch und Tier e.V.", Station. Sie waren vom Kommissariat "Opferbetreuung" des Polizeipräsidiums für ein Präventions-Wochenende ausgewählt worden. Die Mädchen und Buben wurden vom Verein "Polizisten helfen" betreut, dort tun aktive und ehemalige Beamte wie Pressesprecher Wolfgang Wenger und Ex-Reitstaffel-Chef Helmut Plückthun ehrenamtlich Dienst.
Die Familie Thyssen-Henne das Ehepaar Renate und Ernst sowie Tochter Gabriele Inaara Begum Aga Khan hatte zusammen mit ehrenamtlichen Helfern, das Programm auf die Beine gestellt. So führte ein Quiz über das ganze Gelände, auf dem Straßenhunde aus aller Welt aufgepäppelt werden. Das Motto des Thyssen-Henne-Projekts lautet: "Tiere helfen Menschen, Menschen helfen Tieren". Die geretteten Hunde sollen einsamen und älteren Menschen helfen: "Unsere Hunde werden zu Therapeuten und geben die Liebe zurück, die sie von uns erhalten". Unternehmers-Frau Thyssen-Henne kann bei der Projektleitung auf die Hilfe von Tiermedizinerin wie Ulrike Matis und Roberto Köstlin zählen, und kann Namen von Klang in ihrer Stiftung aufführen Lord Donoughue of Aston beispielsweise oder den Opernsänger Thomas Hampson. Auch Wunschkonzert-Moderatorin Carolin Reiber und Schauspielerin Grit Boettcher (Ein verrücktes Paar) kamen in den Pfaffenwinkel, um bei dem Besuch der Jungen und Mädchen dabei zu sein. Und die wurden für den anstrengenden Rundgang mit ansehnlichen Preisen belohnt. Da trifft es sich gut, dass Rechtsanwältin Menges nicht nur Vorstandsmitglied von "SOS PROJECTS" und "Polizisten helfen" ist, sondern auch Präsidentin des Münchner Lions-Club, "Helen Keller", der ebenso zum Kreis der Förderer zählt.
Ralf Scharnitzky Süddeutsche Zeitung Nr. 148, Seite 45
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